EHF Champions League Viertelfinale Play-offs: Füchse Berlin und SC Magdeburg mit Siegen

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Die Champions-League-Saison der Handballer ist am Mittwochabend in die K.O.-Phase eingetreten. Auf dem Programm standen die Hinspiele der Playoffs, in denen insgesamt acht Mannschaften um die vier noch freien Plätze im Viertelfinale des Wettbewerbs kämpfen. Aus deutscher Sicht waren der SC Magdeburg, Titelträger des Jahres 2023, und die Füchse Berlin, der deutsche Vizemeister der Saison 2023/24, gefordert. Magdeburg hatte mit Dinamo Bukarest die vermeintlich leichtere Aufgabe vor der Brust. Berlin musste hingegen gegen KS Kielce, den besonders heimstarken polnischen Serienmeister der letzten zwölf Jahre, antreten.

Am frühen Abend war der SC Magdeburg in der rumänischen Hauptstadt Bukarest gefordert. Die Heimmannschaft Dinamo wartet trotz zahlreicher Anläufe seit 2004 auf den erneuten Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse des europäischen Handballs. Die Gäste vom SC Magdeburg befinden sich in einer kleinen Krise und belegen in der nationalen Liga nur den sechsten Tabellenplatz. Trainer Bennet Wiegert ordnete das Duell mit Bukarest vor dem Hinspiel wie folgt ein: „Wir müssen zweimal fantastische 60 Minuten liefern, um in die nächste Runde einzuziehen. Ich hoffe, dass wir über die Jahre eingespielter sind. Bukarest-Trainer David Davis hat den Job jetzt das erste Jahr. Wir arbeiten einfach schon länger zusammen.“

Magdeburg gewinnt mit 30:26 im Hinspiel gegen Dinamo Bukarest

Magdeburg zeigte in Rumänien von Beginn an eine konzentrierte Leistung. Schnell führte das Team um Spielmacher Felix Claar mit 5:2, so dass David Davis auf eine 5:1-Abwehr umstellte. Der schwedische Mittelmann des SCM ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und führte sein Team nach nur 15 Minuten mit 10:4 in Führung. Beim 13:5 hatten sich die Gäste einen komfortablen Vorsprung herausgespielt. Doch in der Folgezeit kam Torhüter Ionut Iancu immer besser ins Spiel und störte das Angriffsspiel des Deutschen Meisters. Zur Halbzeit führten die Domstädter mit 16:11.

Handball Champions League Herren 2024/25 Viertelfinale Play-offs

Fett = Für das Viertelfinale der EHF Champions League qualifiziert

Im zweiten Durchgang versuchte Trainer Wiegert das Spiel seiner Mannschaft über den Rückraum zu forcieren, in dem neben Claar auch Gisli Kristjansson und Albin Lagergren zu überzeugen wussten. Doch das druckvolle Spiel mit viel Tempo verpuffte. Bukarest verkürzte auf 24:28 aus Sicht der Heimmannschaft und verlor das Spiel am Ende mit einem akzeptablen Ergebnis von vier Toren Differenz. Das 30:26 bedeutet für Magdeburg eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel, auch wenn zwischenzeitlich mehr drin war. Im Spiel in der Ausweichstätte Dessau-Roßlau nächste Woche ist für den SCM also noch alles möglich.

Dinamo Bukarest: Akimenko 6, Rosta 5, Vujovic 3, Pasucal 3, Ladefoged 2, Langaro 2, Lumbroso 2, Thrastarson 1, Kasparek 1, Zein 1

SC Magdeburg: Magnusson 6, Claar 5, Lagergren 5, Kristjansson 4, Saugstrup 4, Pettersson 2, Musche 1, Serradilla 1, Weber 1, Mertens 1

Lasse Andersson führt Füchse Berlin zu 33:27 gegen KS Kielce

Im Hexenkessel „Hala Legionow“ war Bundesliga-Tabellenführer Füchse Berlin bei KS Kielce gefordert. Früh setzten die beiden Starspieler der Polen, Alex Dujshebaev und Dylan Nahi die ersten Akzente und brachten die Gastgeber mit 4:1 in Führung. In der Folge gelang es den Füchsen nicht, das Spiel zu drehen. Dies lag unter anderem daran, dass Welthandballer Mathias Gidsel nicht richtig ins Spiel eingebunden war. So mussten die Füchse immer einem Rückstand hinterherlaufen. Zur Halbzeit stand es 14:12 für Kielce, wobei nach dem Seitenwechsel die Stunde von Lasse Andersson schlagen sollte.

„Am Ende bekommen wir das Momentum und machen immer weiter. Das zeigt den Charakter der Mannschaft, jeder war füreinander da.“

Berlins Matchwinner Lasse Andersson

Gidsels Nationalmannschaftskollege erzielte zu Beginn der zweiten Halbzeit fünf Treffer und sorgte damit gemeinsam mit Nils Lichtlein und Tim Freihöfer für die zwischenzeitliche Wende. Beim 18:19 gingen die Gäste aus der Bundeshauptstadt erstmals seit der Anfangsminute wieder in Führung. Danach waren die Füchse im Spiel und führten zehn Minuten vor dem Abpfiff beim 22:27 bereits mit fünf Toren. Bis zum Ende passierte nicht mehr viel. So fuhr Berlin mit dem 33:27 ein gutes Ergebnis in Kielce ein, das für den Einzug ins Viertelfinale gegen Aalborg im Rückspiel hoffen lässt. Matchwinner Andersson nach dem Spiel: „Am Ende bekommen wir das Momentum und machen immer weiter. Das zeigt den Charakter der Mannschaft, jeder war füreinander da.“

KS Kielce: Nahi 6, Karalek 4, Monar 4, Olejniczak 3, A. Dujshebaev 3, D. Dujshebaev 3, Sicko 2, Maqueda 1, Kaddah 1

Füchse Berlin: Andersson 12, Freihöfer 7, Lichtlein 4, Gidsel 3, Wiede 2, Darj 2, Langhoff 2, Prantner 1

Die Highlights der Spiele im Video

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